niemand hat die wahl

 

niemand hat die wahl

räumliche text intervention,
polymediale live performance
zur lage deiner welt

wahlbüro XX TÉCHNE
linzerstrasse 17, st. pölten

 

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das selbstbestimmungsrecht über den weiblichen körper wird in allen patriarchalen kulturen zielsicher als machtinstrument verwendet. nicht nur wird der körper der frau permanent für den männlichen blick optimiert und dem männlichen per gesetz unterworfen, sondern auch wird die große macht der frau, die reproduktion, ihr zur schwäche umgedeutet, die sie für geld, macht und funktion als untauglich erklärt, und dadurch in ihr gegenteil verkehrt. und zuletzt, die krönung dieser zweckentfremdung, wird dann die gesamte reproduktions- und betreuungsarbeit der frau alleine zugeschrieben, mit geringer wertschätzung belegt und in die sphäre der unbezahlten arbeit verschoben. kein wunder also, daß sich an der weiblichen selbstbestimmung über ihren eigenen körper im patriarchalen kontext seit langem und unvermindert die gemüter entzünden. auf den leib geschrieben oder einverleibt bleibt der weibliche körper kulminationspunkt im patriarchal-feministischen diskurs.
diese einschreibungen in, und zuschreibungen an den weiblichen körper, sowie die zugehörigen deutungs- und bedeutungsräume werden zu einer polymedialen live performance verdichtet, in der sich jede ihr eigenes bild machen kann.

 

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credits

konzept, text, projektion : starsky
choreografie, tanz : : AIKO
musik : akkamiau und norbert math
technik : marlene mayer
foto : sascha osaka
video : simone carneiro
web : edith schild

 

eine veranstaltung von IMA
im rahmen von Wir Haben Eine Wahl